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Wir erhalten Ihre Zähne!

Die Parodontitis ist eine der Volkskrankheiten des 20.Jahrhunderts. Neben ihrer Therapie kümmern wir uns aber auch um die  Vorsorge und Nachsorge parodontaler Erkrankungen. Wir schöpfen sämtliche Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin und wissenschaftlich neuesten Erkenntnisse aus, um ihre Zähne zu erhalten. Neben mikrobiologischer Diagnostik, Einsatz von schonenden und modernsten technischen Möglichkeiten (z.B. Airflow), werden in besonders schweren Fällen der Parodontitis auch minimalinvasive und mikrochirurgische operative Verfahren von uns unter Lupenbrille durchgeführt. Hierzu gehören die Eliminierung von Zahnfleischtaschen und je nach Fall auch der Aufbau von Knochendefekten.  Durch eine Vielzahl plastisch operativer Eingriffe sind wir in der Lage ästhetisch störende Asymetrien im Verlauf des Zahnfleisches auszugleichen oder freiliegende Zahnhälse zu decken. Ihr Lächeln ist unser Ziel.  



1.)  Was ist eine Parodontitis ?

2.)  Welche Folgen hat eine Parodontitis ?

Wie läuft die Behandlung einer Parodontitis ab ?

3a) Vorbehandlung

3b) antiinfektiöse Therapie

3c) chirurgische Eingriffe Lappenoperationen (res.,regen. Mikrochirurgie)

3d) Nachsorge /unterstützende Parodontitistherapie

4.   freiliegende Zahnhälse/ Rezessionsdeckung

5.   Was ist ein Fachzahnarzt für Parodontologie ?


 

1. Was ist eine Parodontitis?


Als eine Parodontitis, umgangssprachlich "Parodontose" genannt, bezeichnet man eine Entzündung des Zahnhalteapparates. In einem schubweise verlaufenden Prozess zerstört sie Zahngewebe und Knochen, die für den Halt des Zahnes verantwortlich sind. Dies kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, führt aber ohne Behandlung zur Lockerung der Zähne und gilt neben der Karies als die Hauptursache für Zahnverlust.

Verursacht wird die Parodontitis primär durch Beläge (Plaque),die sich auf den Zahnoberflächen und Zahnzwischenräumen befinden und eine chronische Entzündungsreaktion des Körpers hervorrufen.  Die Plaque besteht aus einem Netzwerk von Bakterien, deren Stoffwechselprodukte diese chronische Entzündung des Zahnhalteapparates auslösen und dort  eine Reaktion der körpereigenen Abwehr auslösen . Schweregrad und Verlauf der Parodontitis werden von Menge und Art der auslösenden Bakterien , von der individuellen Stärke der Abwehrkräfte des Patienten und weiteren Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, erbliche Veranlagung, Rauchen oder Stress  bestimmt, welche das Immunsystem negativ beeinflussen und sich so auf Entstehung und Verlauf auswirken können. Je aggressiver die Bakterien und je schwächer die Abwehrlage des Körpers ist, desto früher und stärker tritt die Krankheit auf. 
Als Folge beginnt das Zahnfleisch sich vom Zahn abzulösen und es kommt zur Bildung von Zahnfleischtaschen, in denen sich Parodontitis verursachende Bakterien weiter vermehren. Die Zahnfleischtaschen werden tiefer, die Anzahl der besonders pathogenen Bakterienarten nimmt weiter zu. Das Zahnfleisch geht zurück, das Gewebe und der umliegende Knochen werden weiter abgebaut. Der Zahn verliert seinen Halt und wird locker. Oft wird erst zu diesem späten Zeitpunkt die Parodontitis zum ersten Mal bemerkt.

Eine Parodontitis kann sich  entwickeln, ohne dass Sie deutliche Zeichen davon wahrnehmen. Außer gelegentlich blutendem Zahnfleisch treten evtl. auf: Mundgeruch, Änderung der Zahnstellung, länger werdende und gelockerte Zähne, sowie gelegentlich Schmerzen.
 

 

2. Welche  Folgen hat eine Parodontitis?


Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass Parodontitisbakterien und Entzündungsstoffe über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen  und sich so auf den gesamten Körper negativ auswirken können. Eine Folge einer unbehandelten Parodontitis kann zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft (Präeklampsie, Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht) sein. Ebenfalls besteht ein wissenschaftlich gesicherter Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz- Kreislauferkrankungen. Die durch Parodontitis freigesetzten Bakterien und Entzündungsstoffe konnten in Arterienverkalkungen nachgewiesen werden und begünstigen die Entstehung eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes.

Besonders Diabetiker sind gefährdet an einer Parodontitis zu erkranken. Dies ist den meisten Betroffenen nicht bewusst. Die Wahrscheinlichkeit eines Zuckerkranken an einer Parodontitis zu erkranken ist im Vergleich zum Nicht-Diabetiker um das Dreifache erhöht. Die hohen Blutzuckerwerte eines Diabetikers schädigen die kleinen und die großen Blutgefäße, auch gerade die im Mundraum. Die Kollagenbildung wird herabgesetzt und somit nimmt die Widerstandskraft und Wundheilung ab. Das gesamte Immunsystem von Zuckerkranken ist häufig geschwächt und Bakterien können sich schneller vermehren. Aber ein Diabetes begünstigt nicht nur die Entstehung einer Parodontitis, ebenso beeinflusst eine Parodontitis negativ einen Diabetes. Entzündungen im Mund erhöhen die Insulinresistenz der Zellen und verschlechtern so den Blutzuckerwert. Zusätzlich erschweren sie die Einstellung des Blutzuckers.
 

 

3. Wie läuft die Behandlung einer Parodontitis ab?


Als das Hauptziel einer Parodontitisbehandlung gilt es, die Entzündung zu beseitigen um so einen weiteren Abbau des Zahnhalteapparates zu stoppen. Grundlage jeder Behandlung ist dabei die möglichst effektive Beseitigung der verursachenden bakteriellen Plaque.  Bei frühzeitiger Diagnose reichen oft eine Vorbehandlung sowie eineantiinfektiöse Therapie, auch supra- und subgingivales Debridement genannt, aus. Bei weiter fortgeschrittenen, schweren oder aggressiven Formen der Parodontitis führt eine antiinfektiöse Therapie alleine oft nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Hier können ggf. Labortests zur Keimbestimmung (mikrobiologische Untersuchung), eine Behandlung mit lokalen oder systemischen Antibiotika und chirurgische Eingriffe zur Beseitigung der Zahnfleischtaschen  oder Aufbau von Knochendefekten notwendig sein. Diese Eingriffe haben bei korrekter Durchführung eine oft bessere oder gleiche Prognose  wie  Zahnimplantate und sind zudem wesentlich kostengünstiger.

In jedem Fall benötigt ein Patient mit Parodontitis eine dauerhafte Nachsorge (unterstützende Parodontitistherapie), um ein erneutes Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern und ein langfristig stabiles Ergebnis zu erhalten. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der wissenschaftlich bewiesenen Tatsache, dass es auch bei sorgfältiger und suffizienter Parodontitistherapie immer zu einer Wiederbesieldung mit den Parodontitis verursachenden Keimen nach ca. 3-4 Monaten kommt. Eine Parodontits kann zwar gestoppt, aber niemals ausgeheilt werden. Sie bedarf somit einer lebenslangen Nachsorge. Die Häufigkeit der Nachsorge richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und der Anzahl vorhandener Risikofaktoren.


Vorbehandlung:
Bei der Vorbehandlung werden Ihnen die Ursachen der Parodontitis erklärt. Sie erfahren, wie Sie Ihre Mundhygiene weiter verbessern können und vor allem in Hinblick auf die Parodontitis optimieren können. Wir helfen Ihnen,  die für Sie passenden Reinigungsinstrumente zu finden und diese richtig zu Hand haben. Neben der genauen Vermessung Ihres parodontalen Befundes (Parodontalstatus), erfolgt ggf. die Anfertigung von Röntgenbildern. Auch die Entnahme einer mikrobiellen Probe (Abstrich) bei schweren Formen der Parodontitis erfolgt in dieser Sitzung. Abschließend werden ihre  Zähne  von den supragingivalen weichen Belägen, Auflagerungen und Verfärbungen befreit.
Eine substanzschonende Politur der Zahnoberflächen mittels Airflowoder Gummikelchen werden im weiteren Verlauf durchgeführt. Eine Fluoridierung der Zähne schließt diese erste Behandlung ab. Je nach Ausgangssituation können für diese Maßnahmen mehrere Termine notwendig sein. Die Vorbehandlung ist in der Regel schmerzlos und kann ohne Anästhesie erfolgen, welche auf Wunsch aber natürlich auch erfolgen kann.

Antiinfektiöse Therapie

Die antiinfektiöse Therapie hat das Ziel, die vorhandene Entzündung zu beseitigen und einen weiteren Abbau des Zahnhalteapparates zu stoppen. Sie findet je nach Ausmaß und Anzahl der noch vorhandenen Zähne zumeist an zwei aufeinander folgenden Tagen statt. Im Gegensatz zur Vorbehandlung, die streng supragingival erfolgt, wird nun in der Tiefe der Taschen gereinigt. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung. Die Zahnfleischtaschen werden mechanisch (mittels Schallscalern) und manuell (mittels Handinstrumenten) auf eine  schonende, aber äußerst effektive Art und Weise gesäubert. Neben der Entfernung von harten Belägen auf den Wurzeloberflächen (Konkrementen) erfolgt die Zerstörung des so genannten bakteriellen Biofilms, der für die Parodontitis verantwortlichen Gemeinschaft verschiedenster Bakterienarten. Die antiinfektiöse Therapie wird auch als supra- und subgingivales Debridement bezeichnet. zuChirurgische Eingriffe (Lappenoperationen):
Bei besonders schweren Formen der Parodontitis mit sehr tiefen Zahnfleischtaschen führt die alleinige antiinfektiöse Therapie oft nicht zu einem ausreichenden Behandlungserfolg. Daher ist häufig ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig, um zum einen schwer zugängliche Bereiche, wie z.B.  Wurzelgabelungen (Furkationen) unter Sicht zu reinigen oder ja nach Fall Knochendefekte zu regenerieren.  

Parodontalchirurgische  Eingriffe lassen sich in resektive, regenerative und mukogingivale Eingriffeunterteilen.

Die resektive Parodontalchirurgie verfolgt das Ziel, die vertieften Zahnfleischtaschen zu verkleinern bzw. zu eliminieren. Dies erleichtert die Reinigungszugängigkeit in der Nachsorge. Durch ein verschieben des Zahnfleisches können zudem Nischen beseitigt werden, die eine erneute Einlagerung von Parodontitisbakterien begünstigen. Die resektive Parodontalchirurgie wird ausschließlich im Seitenzahnbereich (nicht sichtbaren Bereich) durchgeführt.

Regenerative Parodontalchirurgie hat das Ziel verloren gegangenen Knochen bzw. Zahnhalteapparat wiederherzustellen (Regeneration). Diese Operationstechnik kommt bei so genannten vertikalen Knochendefekten zur Anwendung und wird als mikrochirurgischer Eingriff (Mikrochirurgie) durchgeführt. Je nach Größe und Defektform kann das Operationsverfahren variieren. In den meisten Fällen werden Wachtumsfaktoren, so genannte Schmelz- Matrix- Proteine (Emdogain) oder eine über dem Knochendefekt angebrachte Membran eingesetzt. Diese fördern den natürlichen Heilungsprozess des geschädigten Zahnhalteapparates und bewirken eine Neubildung von Wurzelzement, Wurzelhaut und Knochen. Bei größeren Defekten werden entweder eigener Knochen aus der Nachbarschaft oder ein Knochenersatzmaterial in den Defekt eingebracht, um ein optimales Therapieergebnis zu erzielen.

Mukogingivale Chirurgie 

Mikrochirurgie

 Mit der Mikrochirurgie sind wir in der Lage, auf eine sehr gewebeschonende, viel weniger invasive Art und Weise zu operieren und eine bessere Wundheilung zu erreichen. Lupenbrille oder  Operationsmikroskop ermöglichen schonenstes und feinstes chirurgisches Arbeiten. Es resultiert eine deutlich kleinere und atraumatischere Operationswunde als bei herkömmlichen Verfahren. Feinste Instrumentarien (mikrochirurgische Instrumente, Mikroskalpellklingen) und Materialien (haarfeine Nahtmaterialen) werden verwendet, um die vorhandenen Gewebe so schonend wie möglich zu behandeln. In der Folge zeigen sich deutlich geringere Raten an Wundheilungsstörungen, geringere postoperative Schmerzen und eine deutlich schneller Heilung.

Nachsorge (Unterstützende Parodontitistherapie: UPT):

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, welche eine Nische (Zahnfleischtasche) im Mund besiedeln und dort den Abbau des Zahnhalteapparates mit einer entsprechenden Entzündungsreaktion verursachen.

Ziel einer Parodontitistherapie ist es, durch Beseitigung der Bakterien die Entzündung und somit einen weiteren Abbau des Zahnhalteapparates zu stoppen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es auch bei suffizientester Mundhygiene nach ca. 3 Monaten zu einer Neubesiedlung der Zahnfleischtasche mit Parodontitisbakterien kommt. Die unterstützende Parodontitstherapie (auch UPT genannt) ist also notwendig, um eine erneute Vermehrung der Parodontitisbakterien zu verhindern.

Ohne diese Nachsorge kehrt die Erkrankung trotz vorheriger Therapie wieder, die Zerstörung des Zahnhalteapparates  setzt sich weiter fort. Dies bedeutet, dass ein langfristiger Erfolg der Parodontalbehandlung nicht nur von Ihrer Mitarbeit bei der täglichen Mundhygiene sondern im wesentlichen von der regelmäßigen Betreuung durch das zahnärztliche Praxisteam abhängt. Die Häufigkeit der UPT richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und der Anzahl vorhandener Risikofaktoren und wird für jeden Parodontitispatienten mittels einer individuellen Risikoanalyse festgelegt. In den meisten Fällen ist eine UPT alle drei bis sechs Monate notwendig.

Neben der üblichen Prophylaxe (Verbesserung der Mundhygiene, Entfernung der supragingivalen Beläge, Politur der Zahnflächen, Fluoridierung) werden im  Rahmen der  UPT 1 mal jährlich die Zahnfleischtaschen ausführlich (6 Stellen pro Zahn, Furkationsbefall) gemessen (Parodontalstatus), um eine weiteres voranschreiten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Mit unserer elektronischen Auswertung Ihres Parodontalbefundes können wir Ihnen sofort Verbesserungen oder Verschlechterungen darstellen. Bei jeder UPT werden Ihre Zahnfleischtaschen mittels Perio Flow  gereinigt.

Mit diesem Verfahren können die sich neu vermehrenden Parodontitisbakterien aus bis zu 5 mm Tiefen Zahnfleischtaschen durch ein Pulver-Luft-Wasser-Gemischs auf eine sehr schmerzarme und schonende Weise entfernt werden. Aus kurzer Distanz wird hierzu aus einer Düse mit Luft und Wasser verwirbeltes Pulver aus Glycin auf die Wurzeloberflächen in den Zahnfleischtaschen gesprüht.  Eine große Kanüle saugt dieses Gemisch während der Behandlung wieder ab. Untersuchungen zeigen, dass durch diese Methode deutlich weniger gesunde Zahnhartsubstanz vom Zahn abgetragen wird als bei herkömmlichen Verfahren. Zum Abschluss einer UPT werden gegebenenfalls in tiefere, aktive Zahnfleischtaschen antimikrobielle Substanzen (Chlorhexamed, lokale Antibiotoka) eingebracht, die ein weiteres „unter Kontrolle“ halten der Erkrankung verbessern.

Mukogingivale Chirurgie (freiliegende Zahnhälse)

Die mukogingivale Chirurgie umfasst alle Eingriffe zur Korrektur des den Zahn umgebenden Zahnfleisches (Gingiva), z.B. dessen Form, Position oder Menge. Hierzu zählen  Rezessionsdeckungen (Deckung freiliegender Zahnhälse), Verbrereiterungen der Gingiva, Korrektur einstrahlender Bändchen und chirurgische Kronenverlängerungen.
 

4. Freiliegende Zahnhälse

So genannte Rezessionen zeichnen sich dadurch aus, dass Zahnfleisch ohne eine Entzündung zurückgeht. Sie können also auch ohne das Vorhandensein einer Parodontitis auftreten. Der betroffene Patient berichtet häufig über Überempfindlichkeiten beim Genuss heißer oder kalter Speisen und auch ästhetische Einbußen, vor allem im Oberkiefer sind nicht selten. Auch nach kieferorthopädischer Behandlung (z.T. Jahre nach Abschluss) können sich störende Rezessionen, vor allem in der Unterkieferfront bemerkbar machen. Neben der Kieferorthopädie kann die Ursache in einer genetischen Veranlagung , oder einer falschen Zahnputztechnik („Schrubben“) liegen. Letzteres macht ein Umstellen der traumatischen Putztechnik als einleitende Maßnahme unumgänglich.

Um vorhandene Rezessionen zu decken kann Zahnfleisch vom Gaumen transplantiert werden (BGT). Dies ermöglicht eine gute farbliche Anpassung und aufgrund des verwendeten körpereigenen Gewebes eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit des Erfolges. Der so gedeckte Zahnhals zeigt deutliche Reduktion der Hypersensibilitäten und eine Korrektur der störenden Ästhetik.

 

5. Was ist ein Fachzahnarzt für Parodontologie?


Der Fachzahnarzt für Parodontologie hat nach seiner Ausbildung zum Zahnarzt eine 3-jährige Weiterbildung absolviert, in der er sich intensiv mit Parodontologie beschäftigt und viele 100 Patienten mit parodontalen Erkrankungen sieht und behandelt. In dieser Zeit erhält der Fachzahnarzt eine intensive und umfassende theoretische und praktische Ausbildung, die ihn in die Lage versetzt alle Erkrankungen des Zahnfleisches (Gingiva) und des Zahnhalteapparates (Parodont) zu erkennen und umfassend zu behandeln. Aber auch Implantate, plastische Parodontalchirurgie und die Rekonstruktion mit Zahnersatz sowie die Nachsorge gehören zu seiner Ausbildung. Er muss nachweisen, in seiner Ausbildungszeit alle möglichen parodontologischen Behandlungsmaßnahmen durchgeführt zu haben (Operationskatalog). 

Von dieser Ausbildungszeit muss mindestens 1 Jahr an einer Fachabteilung für Parodontologie einer Universitätszahnklinik abgeleistet werden. Nach Abschluss der Ausbildung muss eine Prüfung vor einer Prüfungskommission der Landeszahnärztekammer abgelegt werden. Die Ausbildungszeit hat ein Volumen von etwa 5.000 Stunden. Die Qualifikation „Fachzahnarzt für Parodontologie“ ist gesetzlich geschützt. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Parodontologie).